Ein Brief aus Hamburg

Heute erreichte uns ein Brief aus Hamburg. Schnell haben die Kinder der Pusteblumen-Gruppe erkannt, dass das nur das Antwortschreiben sein kann, auf das wir schon sehnsüchtig gewartet haben. Letzte Woche haben wir einen Karton voll mit Origami-Kranichen (Friedensfaltern) zum Kindermagazin der Zeitschrift „Die Zeit“ geschickt, wie in diesem Beitrag „Die Kraniche sind auf dem Weg“ nachzulesen ist.

Ganz vorsichtig öffneten wir den Briefkuvert. Zwei Zweitklässler erklärten sich bereit den Brief den anderen Schülern vorzulesen: Der Brief ist von einer Redakteurin mit dem Namen Heike Kneese. Frau Kneese und ihr Team hatte sich die Mühe gemacht und die Kraniche noch einmal nachgezählt. Wie sich herausstellte, waren es nicht 344, sondern sogar 351 Kraniche! Sie bedankte sich ganz herzlich bei den Schülern unserer Schule, dass wir Sie ein großes Stück weiter gebracht haben, 1000 Papierkraniche nach Japan zu schicken.

Frau Kneese versprach uns auch, dass Sie auf der Kinderseite davon berichten werden, sobald sie alle Kraniche abgeschickt haben. Mit Sicherheit werden wir den Flug der Kraniche weiter verfolgen. Das gruppenübergreifende Friedensfalter-Projekt ist ein gutes Beispiel dafür, wie weit die Wellen einer Idee eines einzelnen Kindes schlagen können. Wir sind stolz darauf, dass es uns gelungen ist, das Falten der Papier-Kraniche sowohl im Nachmittagsbereich als auch im Schulunterricht einbinden zu können.

Hier ein Auszug aus einem Kinder-Interview: 

Erzieher: „Glaubst du, dass ein Wunsch in Erfüllung geht, wenn man 1000-Kraniche zusammen hat?“
Kind: „Nein, aber es wäre schön“
Erzieher: „Hast du eine Idee für einen Wunsch?“
Kind: „Dass der Krieg aufhören soll.“